Heinz Schuster – Selfie 2020 Berlin
Heinz Schuster Selfie 2020 Berlin










PHOTO Zeitschrift S. 106 FOTOS DES MONTATS
PHOTO Zeitschrift S. 106 FOTOS DES MONTATS
PHOTO Nr. 25/1974









PHOTO Zeitschrift S. 106 FOTOS DES MONTATS
FOTOS DES MONTATS
Im Urlaub schoß Heinz Schuster aus Berlin dieses spanische Idyll mit einer Canon (Objektiv 50 mm) bei Blende 8/125 sek auf Ilford FP 4.

PHOTO Zeitschrift S. 106 FOTOS DES MONTATS
PHOTO Nr. 25/1974














Foto des Tages
FOTO DES TAGES

In einem Gespräch schoß OTGO aus der Mongolei dieses deutsche Idyll mit einem Handy (15,94 cm (6,30 Zoll) Super-AMOLED Auflösung: 1 080 x 2 280 Pixel (400 ppi) Gorilla Glass 6

GALLERY STUDIO OTGO Berlin
17:23 23.02.2022

























Photos and Digital arts by HEINZ SCHUSTER





Heinz Schuster

born in 1945, grew up in post-war Berlin. Trained as a toolmaker and studied precision engineering. Worked for Bosch, Fuss and Daimler Benz in Berlin. Last 28 years employed in an institute of the TU Berlin as a designer, technician and photographer, retired since 2003.
First camera at the age of 10, since then a passion for photography in multiple facets and creation of numerous projects, e.g., long term assistance for a fashion photographers. 48 years with his beloved Jürg LEHMANN. Lives and creates in Berlin.
 
Die Sonne lacht, nimm Blende 8
Heinz Schuster –  Die Sonne lacht, nimm Blende 8 –
Text in German:
Heinz Schuster
1945 geboren, aufgewachsen in Berliner Nachkriegszeit. Werkzeugmacher gelernt und Feinwerktechnik studiert. Bei Bosch, Fuss und Daimler Benz in Berlin gearbeitet. Zuletzt 28 Jahre in einem Institut der TU-Berlin als Konstrukteur, Techniker und Fotograf angestellt, seit 2003 im Ruhestand.
Mit 10 Jahren die erste Kamera, seitdem Verbundenheit zur Fotografie in vielen Facetten, Kreation zahlreicher Projekte, u.a. lange bei Modefotografen assistiert. 48 Jahre mit seiner Liebe Jürg LEHMANN liiert. Lebt und wirkt in Berlin.


Steinerner Wald

Heinz Schuster 1972 Berlin

Wir treiben wie der Wind durch einen steinernen Wald. Kein Blatt vermag sich zu uns zu neigen. Kein Rauschen begrüßt uns.

Der Raum – den wir durcheilen, ist gleichgültig. Er wird uns weder höher aufsteigen lassen, noch wird er uns hinab ziehen.

Die Blumen – auch sie steinern. Ihr Duft wurde von einem anderen Wind getragen.

Die Vögel – versteinert. Ihre Laute wurden von einem anderen Wind getragen. Die Heiterkeit ihres Gesanges und auch ihr Todesschrei wurden von einem anderen Wind getragen.

Wie seltsam, durch einen steinernen Wald zu treiben. Nur die Steine leben!
Sie haben sich nicht verändert. Wir würden uns auf ihnen niederlassen, würden nicht fragen, ob sie jemals schöner waren, ob sie einst zu Stein werden.

Der Bach – an dessen Seite sie liegen, weiß nichts von ihrem Schicksal. Er muß unaufhaltsam fließen, und spült die Erinnerungen mit sich fort. Er sah den Wald noch leben, doch das ist lange her. Wie oft wollte der Bach verweilen, um den ruhenden Wald zu bewundern. Es blieb ihm nie die Zeit. Er muß fließen. Seine Gedanken schlängeln sich dem Meer entgegen.

Der steinerne Wald, mit seinen lebenden Steinen – wir verlassen ihn mit dem Wasser des Baches. Gleich einer Ahnung schweben wir über ihm. Das Wasser kräuselt sich, und je weiter wir dem Meer entgegenfließen, umso wilder wird die Flut des Flusses.

Die Ahnung wird zur Ohnmacht. Das Meer ergreift unser Zögern und unsere Ungewissheit, und zieht den Wind unserer Hoffnung hinab auf seinen Grund. Und wieder werden wir an den Steinen und Blumen unseres Seins vorbei, in eine noch größere Tiefe, ins Leere getrieben.

Wir meinen, dass diese Tiefe und Dunkelheit uns den Traum der Ewigkeit erblicken läßt.

Doch auch der Grund des Meeres, mit seinen Steinen, will uns nicht hören.
Es öffnen sich weitere Untiefen, und wir werden in die Zeit geschleudert, um als Wind durch die steinernen Wälder zu treiben...



Flammen

Heinz Schuster 1974 Berlin

Und dann blickte ich sinnend in die leicht züngelnde Kerzenflamme. Versenkte mich tiefer und tiefer, und entrückte meiner Umgebung.

Meine Sinne waren auf das Höchste angespannt, die Nerven drohten zu zerreißen. Mein Ich entfloh dem Körper.

Die Flamme flackerte unruhig, und wuchs mehr und mehr zu einem wilden Feuer heran. Gierig lockte sie mich immer näher zu sich.

Ich konnte nicht widerstehen. Eine gewaltige Kraft zog mich in ihren Bann. Ich war willenlos, und ließ mich im Taumel der Gefühle treiben.

Die Flammen verschlangen mich. Heiß vermischten sich meine Sinne mit der Urgewalt.
Nun bin ich eins mit den Elementen.

Blicke bohren sich tief in meinen Leib, und versuchen das Wesen meiner Kraft und Strahlung zu ergründen.

Viele blicken aus hohlen Augen. Blöd und gierig. Doch nichts ist da, was sie befriedigen könnte.
Sie gehen zurück in die Leere, aus der sie kamen.

Andere schauen freudig erregt und aufmerksam suchend. Ihnen kann ich mein Wesen nicht verwehren. Ich stärke das frohe Leuchten ihrer Augen, und wecke ihr Herz. Dann nehme ich ihre Hände, und führe sie zu ihren Träumen. Ganz leicht und beschwingt folgen sie mir in das Reich der Illusion.

Wenn sie sich dann an den Farben satt gesehen haben, lasse ich sie mit ihrer Zufriedenheit allein, und ein frohes Erwachen erwartet sie.

Plötzlich taumelt ein trunkener Körper heran, und stürzt in meine Glut. Ihn fress ich auf!

Nur wer sich mir mit bedacht nähert, dem zeige ich das Land der Träume.

Blicke und Gedanken kreuzen sich an vielen Feuern dieser Welt.
Alle zerschmelzen in einem großen Tiegel, und verschlingen in alle Zeit fragende Augen, die in ihr Licht blicken...


Seele

Heinz Schuster 1974 Berlin

Seele steige auf, in mir nie erdachte Höhen. Begleitet von dem Schmerz der Welt.

Mir ist, als ob wir nie zusammen gehörten.

Du läßt mich betrübt zurück, wenn mein Herz sich nach Glück sehnt. Du gibst mir Heiterkeit, wenn das Gemüt nach Schmerz verlangt.

Ich liebe und ich hasse dich.

Die Stürme in mir brachen auf, nach dem Begehren der Wahrheit. Wie soll ich Mensch ahnen, wie du zu begreifen bist?

Ein Wesen in mir, das mich zum Narren hält. Es läßt mich nur zweifeln - nie wissen. Bist du mir Schutz, oder Gefahr?

Ich kann dich nicht fassen, sooft ich auch nach dir greife. Eine Stärke - nicht von dieser Welt, ist in dir.

Ich gebe mich geschlagen...




Heinz Schuster 1975 Berlin

Willst du sie sehen?

Sie ist in weiter Ferne.
So lange du auch hinausschaust, du siehst sie nicht.
Du wirst sie nie sehen!


Willst du sie sehen?
Schließe die Augen – fest.
Dunkel, Flimmern, unendliches Nichts.

Willst du sie sehen?
Unendliches Nichts!
Weite – schwarze Leere.
Denke nicht, fühle nicht.
Nicht jetzt.

Schaue weiter – tiefer.
Du durchbrichst das Nichts – die Unendlichkeit.

Willst du sie sehen?
Jetzt kannst du sie sehen!
Feuerrote Dunkelheit.
Jetzt kannst du sie sehen!
Angst? Zurück?
Warte!
Da - kaum sichtbar ein Punkt.
Geboren in feuerroter Dunkelheit.
Jetzt noch zurück?
Nein!
Eben noch Punkt – jetzt gewaltiger Blitz, auf dich zu.
Kein Zurück mehr!

Helle Flammen – Flammen in dir.
Du selbst warst der Blitz.
Hast dich getroffen aus eigener Ferne Unendlichkeit.
Hast den Weg betreten – tief hinab zu dir.
Kristallklar, rein - unschuldig.

Sie war immer in dir.
Laß sie frei - aufsteigen – bewußt.
Sei gut zu ihr und ehrlich.
Sie ist in dir, wollte immer zu dir.
Jetzt hat sie dich!
Willst du sie sehen?
Angst?
Nie kannst du sie näher sehen!
Verleugne sie nicht – dein Eigen.
Halte sie ewig fest.
Deine Wahrheit!



Klee

Heinz Schuster 1988 Berlin

In Wolken eingetaucht und Klee,
Die Sinne tief - soweit das Gras ich seh.
Dem Himmel und der Erde nah,
Das Glück ich ohne Schranken sah.
Wär alles dies die Welt allein,
So könnte ich zufrieden sein!

Die Wolken grau - und auch der Klee,
Die Wiese welk auf der ich steh.
Den Blick nach oben - und gesenkt,
Nur kurzes Glück ist mir geschenkt.
In Zweifeln sich mein Leben dreht,
so lange diese Welt besteht!






Heinz Schuster and OTGO 2021
Heinz Schuster and OTGO, Literaturhaus Berlin Dezember 2021






Inside the Studio: The VISITOR | Mr. Heinz Schuster | Documentation 333 part 16. ©OTGO 2021

Youtube link: https://youtu.be/dqhG6JPPDb4



Inside the Studio: The VISITOR | Mr. Heinz Schuster | Documentation ©OTGO 2021

Youtube link: https://youtu.be/KFDLAX8-mLE



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